England

Partnerschaft mit Spalding in England

Das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium Speyer hat seit 1998 Partnerschulen in England, die Spalding Grammar School und die Gleed Girls' School in unserer Partnerstadt Spalding. Jedes Jahr findet ein Besuch statt, sodass alle zwei Jahre eine Fahrt zur Partnerschule organisiert wird.

Allgemeines zum Austausch - kurz erklärt

Ziele:

  • Sprachverbesserung
  • Die Wichtigkeit des Erlernens einer Fremdsprache erkennen
  • Land und Leute kennenlernen
  • sich in einem fremden Land zurechtfinden können
  • Freude an einer Fremdsprache haben / entdecken / entwickeln

Organisation:

  • Liste der Interessenten auf den neuesten Stand bringen
  • Auswahl der Interessenten
  • Gastfamilie finden
  • Flug und Transfer regeln
  • Ausflüge organisieren
  • Beachtung des finanziellen Rahmens
  • Informationselternabend

mögliche Probleme:

  • Partner sind sich nicht sympathisch, Suchen einer neuen Gastfamilie
  • Krankheit während der Reise
  • Heimweh
  • Beaufsichtigung der Jugendlichen

(Ex)Changes

Einmal mehr steht der Austausch mit unseren Partnerschulen in Spalding, England vor der Tür. Der Aushang für die Anmeldung ziert bereits das schwarze Brett und die ersten Austauschwilligen sitzen schon in den Startlöchern, um ihre Namen auf die Liste zu setzen, kritisch oder bewundernd beäugt von vielen anderen, die hier lieber Zurückhaltung üben.

So eine Woche in einem fremden Land kann doch seine Tücken haben! Besondere Ängste werden schon allein durch folgende Gedanken ausgelöst (umständehalber werden hier lediglich die am häufigsten zitierten genannt):

  • Eine Woche allein bei einer unbekannten Familie, die noch nicht einmal deutsch spricht.
  • Eine Woche in einem ungewohnten Bett mit weicher oder harter Matratze, mit einem prall gefüllten Schaumstoffkissen oder gar einer unnachgiebigen Nackenrolle.
  • Eine Woche Kulinarisches der Marke Fast Food and Strange.
  • Eine Woche englischer Schulalltag mit Morning Assembly, Registration, Lunch Time und zwei Stunden Mittagsunterricht.
  • Ob da nicht dauerhafte Schäden zurückbleiben können?
  • Außerdem steht einem noch der Gegenbesuch ins Haus! Eine weitere Woche der persönlichen Entbehrungen, des Sich-Kümmerns um den Gast. Wie ist das nur durchzustehen?

Es müssen schon wirkliche Abenteurer sein, die sich all den Ungewissheiten, den vermeintlichen Geschicken und Missgeschicken eines Austauschs aussetzen ... und dies unter Umständen mehrmals hintereinander.

Aber offensichtlich hat so ein Austausch auch andere Seiten, für die sich der Eintrag in die Liste, das Mitfliegen nach England und das Empfangen des Partners lohnt.

  • Da wäre die Gastfamilie zu nennen, die sich Mühe gibt, den Pflegeschüler zuvorkommend zu behandeln, die dafür all ihre spärlichen Deutschkenntnisse auspackt und auch besonders viel Essig zu den Pommes reicht.
  • Da ist der Austauschpartner, der den Gast in seine Freizeitbeschäftigungen einführt und ihm Kinos, Museen und die Pubs der Stadt zeigt.
  • Nicht zu vergessen das von den Lehrern organisierte Ausflugsprogramm. Auch hier gibt es Interessantes und Andersartigkeit pur zu erleben.
  • Eine Woche Erfahrungen in einer Familie, die anders wohnt, lebt und kocht als die eigene.
  • Eine Woche in einem anderen Land, in einer anderen Gesellschaft, mit einem anderen Schulsystem, mit anderen Traditionen und Werten.
  • Eine Woche ohne Begleitung und Unterstützung der Eltern erleben und überleben.
  • Und – ganz nebenbei – eine Woche Englisch-Sprachbad.
  • Wo gibt es derart guten, lebensnahen Englisch-Unterricht sonst noch?

Also – nichts wie reingestürzt ins England-Abenteuer!
Auf dass es viel zu erzählen gibt und wir offener, verständnisvoller und toleranter werden für die Menschen in anderen Ländern, in Europa und in der ganzen Welt!

Das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium ist froh, einen seit Jahren funktionierenden Austausch mit der Gleed Girls' School und der Spalding Grammar School zu haben, im Rahmen dessen wichtige Erfahrungen gesammelt werden können.

Wir hoffen, dass dieses Angebot noch viele weitere Jahre aufrechterhalten werden kann und freuen uns auf Eure Anmeldung beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt:
Auf geht's nach Spalding!

Englandaustausch 2016

Nachdem wir am ersten Tag angekommen sind und den Abend mit unserer Gastfamilie verbracht haben, hatten wir am Freitag eine geführte Tour durch Spalding. Am Nachmittag sind wir zurück in die Spalding Grammar School gegangen und haben den Unterricht besucht. 
Das Wochenende hat jeder Schüler mit seiner Gastfamilie verbracht.
 Am Montag sind wir dann mit dem Zug und später mit der Underground nach London gefahren und haben uns einige Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Tower of London, die Towerbridge, Big Ben und das Houses of Parliament, angeschaut.
Am nächsten Tag sind wir wieder mit dem Zug in die Universitätsstadt Cambridge gefahren und haben eine Stadtführung mitgemacht. Außerdem haben wir noch das Trinity College besichtigt.
Mittwochs sind wir, gemeinsam mit unseren englischen Austauschpartnern, mit dem Bus nach Wells-next-the-sea ans Meer gefahren. Dort sind wir mit einem Boot raus auf das Meer gefahren und haben Seehunde beobachtet. 
Am Tag vor unserer Abfahrt sind wir nach Lincoln gefahren. Dort haben wir die Kathedrale und Lincoln Castle besichtigt, nachdem wir die sehr steile Innenstadt hochgelaufen sind.
Am Freitag haben wir uns dann auf den Heimweg zurück nach Speyer gemacht. Trotz der fast einstündigen Verspätung des Busses von Spalding an den Flughafen ist unsere Heimreise gut verlaufen.

Annika Heppes, 8b 

Eine unvergessliche Erfahrung für das ganze Leben: Austausch mit England 2014/2015

Was war der Sommer 2014 für alle Deutschen doch ein schöner Sommer! Doch nicht nur wegen des WM-Titels der deutschen Nationalmannschaft war es für 20 Schüler und Schülerinnen unserer 9ten und 10ten Klassen ein schöner Sommer, sondern vor allem auch wegen des Schüleraustauschs mit Spalding.

Bevor wir mit unseren englischen Austauschpartnern das erste Mal persönlich Kontakt hatten, verständigten sich die meisten schon per E-Mail oder via Facebook mit ihren Partnern. Das war hilfreich, denn so konnte man gemeinsame Interessen finden. Zugleich war der erste Kontakt mit den Engländern etwas einschüchternd, weil die Partner nicht so gut Deutsch konnten und es ungewohnt war, sich auf Englisch zu unterhalten. 

Vom 26.06 bis zum 04.07.2014 besuchten uns die 20 englischen Austauschschüler aus Spalding, England, hier in Speyer. An dem Abend der Ankunft der Engländer war alles noch ein bisschen distanziert und jeder war noch etwas schüchtern, doch das legte sich nach den ersten gemeinsamen Aktionen schnell. 

Neben dem schulischen Programm organisierten wir einen gemeinsamen Bowling-Nachmittag, zwei Grillabende und viele andere Unternehmungen. Doch das absolute Highlight für die Engländer, aber auch für uns, war der gemeinsame Tag im Holiday Park in Haßloch! 

Neben dem schulischen Programm organisierten wir einen gemeinsamen Bowling-Nachmittag, zwei Grillabende und viele andere Unternehmungen. Doch das absolute Highlight für die Engländer, aber auch für uns, war der gemeinsame Tag im Holiday Park in Haßloch!

Acht Tage voller neuer Erfahrungen gingen im Fluge vorbei und bald schon hieß es Abschied voneinander zunehmen. Doch die Trauer vom Abschied hielt nur kurz an, denn der Gedanke, alle in einem Jahr wiederzusehen, überstrahlte alles.

Das Jahr, die fast 365 Tage verflogen schnell und Ende Juni 2015 stieg allmählich die Vorfreude. Kontakte wurden mit den Austauschpartnern wieder aufgefrischt, und man erkundigte sich nach dem Wohlsein des anderen.

Dann, endlich hieß es am 06. Juli 2015 für uns deutsche Schüler “Goodbye Germany“ und “Hello England“. Unter die Vorfreude mischte sich aber auch Angst: „Wie wird meine Gastfamilie wohl sein? Werde ich mich überhaupt auf Englisch verständigen können? Wie wird das englische Essen sein?“ Und die wichtigste Frage für viele: „Wie wird mein Austauschpartner sein? Werde ich mich mit ihm noch immer so gut verstehen, wie vor einem Jahr?“ Mit all diesen Fragen und einem aufregenden Gefühl stiegen wir in den Bus Richtung Flughafen Baden-Baden.

Nach unserem ca. einstündigen Flug und zwei längeren Busfahrten, kamen wir endlich an der Spalding Grammar School an, wo wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen wurden. Recht schnell leerte sich der Schulhof auch wieder, und wir verbrachten den restlichen Abend bei unseren Gastfamilien. Als wir unsere Zimmer bezogen und die mitgebrachten Gastgeschenke vergeben hatten, lernten wir bei interessanten Gesprächen auch die restlichen Familienmitglieder kennen. Man merkte vom ersten Augenblick an, dass alle sehr darum bemüht waren, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie kümmerten sich immer sowohl darum, wie wir zu den jeweiligen Treffpunkten kamen als auch darum, dass wir immer mit Essen oder Geld fürs Essen versorgt waren. Abends, nach den schulischen Programmpunkten, unterhielten wir uns über unseren Tag, manchmal auch mit Händen und Füßen. Aber letztendlich gab es keine Probleme mit der Kommunikation, sodass wir sogar ins Kino gingen und dort fast alles problemlos verstehen konnten. Unsere Gastfamilien erinnerten uns an unsere eigenen Familien, was großen Einfluss auf unser Wohlfühlen hatte. (Vielen Dank dafür!)

Unsere Austauschpartner organisierten auch einige Dinge für uns, wie Grillabende, einen Bowling-Nachmittag und gemeinsame Treffen im Park. Es war schön zu sehen, wie gut man sich trotz anderer Muttersprachen untereinander verstand. Während der zwei Wochen wurden viele Freundschaften geknüpft, wahrscheinlich auch Freundschaften für das ganze Leben.

Die großen Trips nach London und Lincoln fanden bei allen großen Gefallen und gerade London beeindruckte uns, auch bei eher schlechtem Wetter, sehr.

Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Neben nochmaligen Besuchen in London oder in Cambridge, Schwimmen im Schwimmbad oder am Meer, Erdbeeren pflücken, Kinobesuchen oder einfach entspannen, war das Wochenendprogramm der Gastfamilien sehr unterschiedlich. Für jeden war etwas dabei, sodass das Wochenende für alle sehr schön und erholsam war.

Das Essen ist unserer Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig. Es war nichts Außergewöhnliches, es gab Lasagne, Spaghetti, Wraps, Pizza etc., jedoch gab es einen Unterschied zum Deutschen Essen: es war immer etwas fettiger. Man konnte aber mit dem Essen Glück oder Pech haben, es hing natürlich auch etwas von den Kochkünsten der Familien ab. So gab es zum Beispiel an einem Abend Wraps mit mit Käse überbackenen Tortillachips. Auch im Lunchpaket fanden wir immer Chips. „Fish and Chips“ konnte man nach einer Weile auch nicht mehr sehen, geschweige denn McDonalds‘ und so wuchs gegen Ende der Woche allmählich die Sehnsucht nach einem einfachen, gesunden Salat.

Doch die Zeit verflog und der traurige Abschied kam schneller als gedacht und erwünscht. Alles in allem können wir für uns sagen, dass es eine wertvolle Erfahrung war, die wir so nie wieder machen werden. Man bekommt ganz neue und andere Einblicke in das Land und auch in die Nationalität und seine Traditionen durch einen Austausch, als wenn man nur als Tourist im Urlaub das Land besucht.

Wir können es auf jeden Fall nur empfehlen, zum einen werden die Englischkenntnisse aufgebessert und zum anderen verliert man auch die Hemmungen davor, diese Sprache zu sprechen.

Die Zeit, die wir in unseren Gastfamilien waren, war genauso wie die gesamte Zeit in England eine unvergessliche und wir haben uns vorgenommen, unser Treffen mit den Engländern zu wiederholen und uns wiederzusehen. Wir hoffen, dass wir diesen Vorsatz in die Tat umsetzen können!

Sebastian Cyperek, Lea Gries und Carolina Hoffmann, 10a